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Portraits von ehrenamtlichen Helfern und Flüchtlingen

Das Thema Flüchtlinge bewegt viele. Doch wer sind die eherenamtlichen Helfer und was für Schicklsalsschläge habe die Flüchtlinge erlebt? Lesen Sie hier einige Beispiele, die wir in loser Folge veröffentlichen.

   

Ein Wunder im Düsseldorfer Norden
05.12.2017 09:51 (14 x gelesen)


Kürzlich hat mir Erika eine Whatsapp geschickt. Ihre Nachricht lautete wie folgt:

„Hallo liebe Elke, ich möchte Dich bitten, F.*/Team Kultur anzurufen. Er hat eine Wohnung für einen Flüchtling gefunden und etwas Sensationelles erlebt. Ich habe ihm vorgeschlagen, dass Du darüber berichten solltest, nur eine Idee von mir – aber ich bin sicher, Du hörst von ihm ein kleines Wunder...“

Tränen vor Freude

Ich kenne F., allerdings nur aus E-Mails und einem Telefonat. Gesehen haben wir uns nie.

Ich weiß, er ist ein Mann, der anderen gern hilft und der in der Flüchtlingshilfe Angermund auch deshalb ein angesehener Mann ist. Er möchte nicht viel Aufsehen machen, aber nach dem Entree der Dame, die mir den Tipp gab, treffen wir uns zum Kaffee bei Kamps. Schon während des Telefonats, in dem er die Geschichte kurz erzählt, laufen mir die Tränen über die Wangen vor so viel Rührung.

Passiert ist etwas, was selbst in Zeiten von Wohnungsknappheit immer wieder passiert: Dass Menschen für andere eine Wohnung finden. Fast jede Flüchtlingshilfe hat solche Leute, die fleißig Annoncen studieren, im Internet recherchieren und manchmal auch fündig werden. F. hatte eines Tages mal wieder Glück – und mit ihm ein syrischer Mann, den er bereits seit fast 2 Jahren kennt. Der in diese Wohnung nun zusammen mit seiner Frau, die kurz zuvor aus Syrien zu ihrem Mann ziehen durfte, bewohnen wird.

Das Wundervolle kommt aber erst noch! Denn am Tag des Einzugs, F. war dabei, kommen die drei vor der Wohnungstür an. Dort liegt bereits eine Welcome-Fußmatte. Sie freuen sich über ein so nettes Symbol. Drinnen aber erleben sie erst das wirkliche Wunder – und man muss/darf F. 5 Minuten zuhören, bis er alles aufgezählt hat.

Obstschale und Tagesdecken – selbst die Zahnbürste fehlt nicht

Es beginnt mit – alles immer nagelneu, nicht irgendwo auf einem Flohmarkt erstanden – zwei Sofas im Wohnzimmer auf denen auch die Tagesdecken nicht fehlen. Auf dem Beistelltisch eine große Schale mit frischem Obst. Es hängen Gardinen, ein Fernseher steht parat. Auch die Küche: Ausgestattet. Komplett mit Kühlschrank, selbst das Putzzeug fehlt nicht, Staubsauger inklusive. Die Betten im Schlafzimmer, „riesig allein von der Fläche, bestimmt 2m breit“, erinnert sich F., der es immer noch fast nicht fassen kann, wie behaglich die Wohnung von den (privaten) Vermietern ausgestattet wurde. Auch hier liegen Tages/Wolldecken, im Bad fehlen selbst die Zahnbürsten nicht.

Ob er nicht doch in einem Hotel gelandet sei, will ich wissen, und ich höre fast, wie F. am anderen Ende der Leitung zustimmend lächelt.

Ich könnte mehr aufzählen, aber ich glaube die Botschaft ist klar. Hier haben herzensgute Menschen für andere ein kleines Paradies geschaffen. Diesen Leuten ist nicht egal, wie ihre künftigen Mieter hier ankommen. Sie möchte daraus „keine große Sache“ machen, aber sie haben F. unmissverständlich gesagt: „Uns geht es so gut, wir möchten davon anderen etwas abgeben.“

Und noch gut zu wissen: Diese Vermieter, die übrigens selbst Kinder/Familie haben, verfügen über weitere Wohnungen. Sie haben F. bereits signalisiert ihn wieder zu kontaktieren wenn etwas frei wird.

  • Der uns bekannte Name wurde bewusst abgekürzt!

Auch interessant: Kürzlich konnte Elke die Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch interviewen.


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